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Warum Nahrungsergänzungsmittel?

MissingLink-Supplements-Konzept

– Nahrungsergänzung ganzheitlich vernetzt und integrativ!

Unser ganzheitliches integratives Pflegekonzept berücksichtigt die vielfältigen und miteinander vernetzten Faktoren, die letztendlich zu Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden führen. Dazu gehört natürlich die Hautpflege von außen mit unseren bewährten Pflegelinien MissingLink, marineau und NAMASKAR.

Neu hinzu kommt nun nach jahrelanger Entwicklungsarbeit die Optimierung durch das MissingLink-Nahrungsergänzungsmittelsystem „Day & Night“.

Warum Nahrungsergänzungsmittel („Supplements“)?

Eine optimale ausgewogene Ernährung soll nach Aussagen von Kritikern der Nahrungsergänzung ausreichen, um unseren Körper mit allen lebenswichtigen Nährstoffen zu versorgen. Das entspricht unserer Erfahrung nach und nach Ansicht vieler Ernährungsexperten aber nicht unserem modernen Lebensstil.

Ob aus Zeitgründen oder aus Umweltgründen – unsere Nahrung ist auf jeden Fall nicht immer „optimal“ und nicht immer unseren alltäglichen Belastungen angepasst. Es gibt zahlreiche wissenschaftlich anerkannte Faktoren, die uns vorzeitig altern lassen und die unsere Gesundheit angreifen. Chronischer Stress durch Informationsüberflutung, durch physische und/oder psychische Überforderung im Privat- und im Berufsleben setzen unser Immunsystem unter Druck und greifen sogar direkt in unsere Erbsubstanz ein. Bewegungsmangel kann zu diffusen Folgeerscheinungen wie Gelenkschmerzen, Infektanfälligkeit, Herz-Kreislaufproblemen, Übergewicht, Verdauungsproblemen und Kopfschmerzen führen. Diese Belastungen, oft in Kombination mit hohem Blutdruck, Freien Radikalen, Entzündungsreaktionen und Schadstoffdepots sind häufige Ursachen für gesundheitliche Probleme aller Art und eben auch für vorzeitige Hautalterung.

Nicht umsonst boomt der Markt der Nahrungsergänzungsmittel und der „Beauty-Drinks“. Die Kritik der Gegner der Nahrungsergänzungsmittel ist jedoch aus einem Grund berechtigt: Gerade der boomende Markt zieht natürlich sehr viele „Marketingexperten“ und „Geschäftemacher“ an, denen es nicht um die Qualität und schon gar nicht um eine Gesundheitsförderung ihrer Kunden geht, die aber die Marktmacht haben, über gesteuerte Internet- und Presseinformationen ihre (oft unnötigen) Produkte an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Deshalb ist es für den Endverbraucher so unendlich schwer, sich unabhängig zu informieren und sich aus dem Überangebot von modernen „Heilsbringern“ die für sie passenden Produkte herauszufiltern.

Was bisher war: Einzelsubstanzen sind nicht die Lösung!

Die in Presse und Werbung hochgepushten Einzelsubstanzen sind aus unserer Sicht nicht hilfreich. Erstens ist es fraglich, ob das gerade beworbene „Wundermittel“ tatsächlich Positives bewirkt und zweitens wechseln die Werbeaussagen und Trends so schnell, dass Sie und auch Ihre Kunden einfach nicht mehr hinterherkommen.

Biostimulantien –optimal nur im Systemverbund!

Weil die Zufuhr einzelner evtl. fehlender „Bausteine“ nicht die Lösung ist, beschäftigen wir uns seit Jahren mit der Erforschung von sogenannten Biostimulantien. Das sind kleine Moleküle, die entweder durch die Hautbarriere von außen oder durch den Magen-Darm-Trakt von innen zu ihren Zielzellen gelangen und dort die Zellaktivitäten gezielt ankurbeln sollen. Aber: Die gezielte Stimulation durch Gewebshormone ist an die ganz genaue Dosis gebunden, das heißt zu wenig bringt nichts, zu viel hilft auch nicht, kann sogar ins Negative rutschen. Eine genaue Dosierung schafft nur der Körper selbst. Wir müssen also nicht einzelne Zellen anvisieren, sondern immer das gesamte Gewebssystem zur Eigenregulation anregen! Auf diese Weise bringen wir ja auch durch Stärkung der Hautbarriere mit unserem Dermatolan-Komplex die Fibroblasten dazu, selbständig neues „jugendliches“ Collagen zu produzieren. Doch an tiefer gelegenes Bindegewebe kommen die von außen eingesetzten Wirkstoffe nicht heran. Das geht nur über das Blut. So ging unsere Forschung dahin, unsere bewährten Hautpflegepräparate mit Hilfe von integrativen Nahrungsergänzungsmitteln zu optimieren, die den Körper dazu anregen, selbst Botenstoffe zu bilden, die wiederum die erwünschten Wirkungen in Gang setzen. Nach langer intensiver Arbeit haben wir nun ein Zwei-Phasen-Konzept entwickelt: das MissingLink-Day & Night-System!

Unser integrativer Ansatz – das MissingLink „Day & Night-System“!

Die Stimulation von zum Beispiel Fibroblasten zur Bildung „jugendlichen“ Collagens oder zum Beispiel von Immunzellen zur Abwehrsteigerung ist eine zentrale Zielrichtung unseres Pflegesystems von innen und außen. Richtig erfolgreich kann das Ganze aber erst werden, wenn gleichzeitig die tagtägliche Zerstörung oder Beeinträchtigung von eben diesen Zellaktivitäten durch Umweltstress oder durch andere schädigende Faktoren aufgefangen wird. Insgesamt verfolgen wir also zwei Zielsetzungen: erstens die Stimulation von gewünschten Zellaktivitäten und zweitens deren Schutz vor aggressiven Angriffen.

- Die in den „Day-ImmunBooster-Kapseln“ enthaltenen wertvollen Extrakte aus Holunderbeeren und dem einzigartigen Astragalus, angereichert mit B- und C-Vitaminen sowie Zink unterstützen das Immunsystem, haben antibakterielle, antivirale und antientzündliche Wirkungen. Astragaluswirkstoffe können nach einer ernst zu nehmenden Studie sogar die Verkürzung der Endkapseln der Chromosomen, also der jungerhaltenden Telomere der Fibroblasten und der Immunzellen verzögern bzw. sogar wieder rückgängig machen. So werden der Körper und speziell die Haut bei ihren täglichen Beanspruchungen und ihrer Abwehr gegen UV, gegen Stress und gegen andere schädigende Faktoren unterstützt und die vorzeitige Alterung bekämpft.

- Der in den „Night-CollagenBooster-Kapseln“ eingesetzte Traubenkernextrakt enthält sogenannte „Reparatur- und Regenerations-Wirkstoffe“ sowie eine stark antioxidative Mischung verschiedener Bioflavonoide. Sie bilden einen nächtlichen „Schutzschild“, unter dem die geschädigten Collagenanteile der Blutgefäße und des Bindegewebes ungestört wiederaufgebaut werden können.

MissingLink-BeautyCaps: wissenschaftlich und praxisnah

Wir verfolgen die aktuelle wissenschaftliche Literatur intensiv und befinden uns in ständigem Austausch mit Fachexperten aus verschiedenen Forschungsgruppen. Aufgrund unserer ganzheitlichen wissenschaftlichen Ausrichtung bieten wir unseren Partnern wirkungsvolle und sichere Naturprodukte, die dem aktuellen Stand der ganzheitlichen Gesundheitsforschung entsprechen.

Die Wirksamkeit des „MissingLink-Day & Night-Konzeptes“ kann durch eine Reihe von Studien untermauert werden, die wir hier im Folgenden für Sie zusammengestellt haben. Auch wenn wir einige dieser Studien kritisch sehen in Bezug auf Auswahl der Probanden, auf Methodik oder auch auf Übertragbarkeit auf den Menschen, so kann man doch folgendes zusammenfassen:

1. Studienauswahl zu Inhaltsstoffen der MissingLink- Day-ImmunBooster-Kapseln

(Weitere Studien stellen wir gerne zur VerfĂĽgung)

Astragalus membranaceus ist eine alte Heilpflanze, die im nördlichen China und in der Mongolei zu finden ist. Ihre Wurzelextrakte werden in der Traditionell Chinesischen Medizin und auch in der westlichen Medizin geschätzt. Sie stärken „das Qi“ und werden bereits seit Hunderten von Jahren als Schutzmittel verwendet, um den Körper vor allen Arten von physischem, mentalem oder emotionalem Stress sowie Krankheiten wie Erkältungen, erhöhten Blutdruck, Krebs oder Diabetes zu bewahren. Die in ihnen enthalten Antioxidantien schützen Körperzellen vor Schäden durch aggressive Radikale. Zusätzlich finden sich antibakterielle, antivirale und entzündungshemmende Eigenschaften. Daher findet Astragalus auch in der westlichen Medizin Anwendung, um das Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System und die Vitalität allgemein zu stärken. Und was insbesondere im Hinblick auf die „Telomeralterung“ wichtig ist:

Eine Studie des anerkannten Spanischen Nationalen Krebszentrums (Molecular Oncology Program, Spanish National Cancer Centre) mit Asparagus-Extrakt zeigt sowohl an Zellkulturen als auch in direkter Anwendung an Mäusen und Menschen, dass der enthaltene Wirkstoff „TA-65“ gezielt die Telomerkappen der Chromosomen verlängern kann. Dadurch werden die Aktivität sowohl der Hautimmunzellen als auch der Fibroblasten verbessert und deren Lebensdauer verlängert (und das ohne Nebenwirkungen). Eine „Re-Aging-Kur” im wahrsten Sinne des Wortes!

(B. Bernardes de Jesus, K. Schneeberger, E. Vera, A. Tejera, C.B. Harley, M.A. Blasco: The telomerase activator TA-65 elongates short telomeres and increases health span of adult/old mice without increasing cancer incidence. Aging Cell. 2011: 604–621. Telomeres and Telomerase Group, Molecular Oncology Program, Spanish National Cancer Centre).

 

 

Holunderextrakte können die Widerstandskraft von Zellen gegen oxidativen Stress erhöhen. Dabei werden Anthocyane aus dem Extrakt in die Zellwand aufgenommen und wirken dort antioxidativ (Youdim et al. Incorporation of the elderberry anthocyanins by endothelial cells increases protection against oxidative stress. Free Radical Biology and Medicine. 2000;29:51–60).

Auch am Menschen wurden Holunder-Extrakte bereits getestet. Ein durch Sprühtrocknung gewonnener Extrakt aus Holunder hat bei jungen Erwachsenen die antioxidative Kraft der Zellen gestärkt und die Blutfettwerte verbessert, wie Mediziner aus Graz zeigten (Murkovic et al. Effects of elderberry juice on fasting and postprandial serum lipids and low-density lipoprotein oxidation in healthy volunteers: A randomized, double-blind, placebo-contolled study. European Journal of Clinical Nutrition. 2004;58:244–9).

In der traditionellen Medizin der Indianer werden Holunderblätter zur Wundheilung verwendet. Auch in der Türkei werden die Blätter vielfältig verwendet, unter anderem als Wundauflage. Tatsächlich ließ sich die wundheilende Wirkung der Blätter wissenschaftlich belegen. Türkische Wissenschaftler testeten verschiedene Auszüge der Holunderblätter an Tieren. Am wirksamsten war demnach ein Methanolauszug. Als vermutlichen Wirkstoff isolierten die Forscher Quercetin-3-O-glucosid (Süntar et al. Wound healing potential of Sambucus ebulus L. leaves and isolation of an active component, quercetin 3-O-glucoside. Journal of Ethnopharmacology. 2010 May 4;129(1):106-14)

Einer Studie aus dem Jahr 2011 zufolge haben die Blätter des Holunders eine entzündungshemmende Wirkung, indem ihre Wirkstoffe über den TNFα-Signalweg in Entzündungsreaktionen eingreifen. Als aktive Komponente identifizierten die Forscher Ursolsäure. Der Extrakt aus Holunderblüten verfügt nachweislich über entzündungshemmende Eigenschaften (Schwaiger et al. Identification and pharmacological characterization of the anti-inflammatory principal of the leaves of dwarf elder (Sambucus ebulus L.). Journal of Ethnopharamcology. 2011 Jan 27;133(2):704-9 sowie Harokopakis et al. Inhibition of proinflammatory activities of major periodontal pathogens by aqueous extracts from elder flower (Sambucus nigra). Journal of Periodontology. 2006 Feb;77(2):271-9).

2. Studien zu Inhaltsstoffen der MissingLink- Night-CollagenBooster-Kapseln

(Weitere Studien stellen wir gerne zur VerfĂĽgung)

Unser Traubenkernextrakt wird aus französischen Trauben gewonnen und hat einen hohen OPC Gehalt. OPC ist die Abkürzung für Oligomere ProCyanidine. Das sind die wohl stärksten Antioxidantien (Info für Insider: wir haben einen OPC-Gehalt von 95% nach der UV Analyse, der sogenannte HPLC Wert liegt um die 45%. Die antioxidative Wirkung ist 18 – 20 mal so stark wie die von Vitamin C und 40 – 50 mal so stark wie die von Vitamin E).

OPC wirkt nach verschiedenen Studien auf die Collagensynthese ein und schützt Collagenfasern vor Angriffen Freier Radikale und vor UV-Strahlen. OPC agiert bei der Produktion von „jugendlichem“ Collagen wie ein Co-Faktor für Vitamin C und verstärkt somit dessen Stimulanzwirkung (Info für Insider: die Biosynthese von Collagen erfordert Vitamin C, weil die Aminosäuren Prolin und Lysin hydroxyliert werden müssen, bevor sie als physiologisch aktives Collagen das jugendlich-elastische Bindegewebe aufbauen können. Aber niemals Vitamin C alleine einsetzen, es wirkt sonst selbst wie ein Freies Radikal!!). Das OPC verhält sich wie der Co-Faktor von Vitamin C, verstärkt seine Wirkung und aktiviert somit die Collagenproduktion.

Die Wirkstoffe im Traubenkernextrakt haben somit einen nachgewiesenen Effekt auf die Hautalterung und auf die Struktur des Bindegewebes, wie z.B. eine Studie der Abteilung für Dermatologie an der Universität Kopenhagen zeigt. Nach 6 Monaten Anwendung konnte bei allen Probandinnen ein verbesserter Hautzustand sowie eine verbesserte Struktur und Festigkeit des Hautbindegewebes festgestellt werden (Skovgaard GR1, Jensen AS, Sigler ML: Effect of a novel dietary supplement on skin aging in post-menopausal women; Eur J Clin Nutr. 2006 Oct;60(10):1201-69).

 

Sind Nachtcremes sinnvoll?

Sind Nachtcremes sinnvoll?

Nach einer israelisch-amerikanischen Studie verändert sich die für die Hautalterung wichtige Barriereleistung im Tages- und Nachtrhythmus. Die Leistungsfähigkeit der Hautbarriere verringert sich kontinuierlich täglich etwa ab dem späten Nachmittag, ist frühmorgens am schwächsten und steigt dann bis zum nächsten Mittag auf ein Maximum an. Das heißt, unsere Haut ist ab dem frühen Abend und in der Nacht sehr ungeschützt, verliert dann am meisten Wasser und ist umgekehrt höchst durchlässig für eindringende Stoffe. In dieser Zeit findet die stärkste Hautalterung statt.

Diese Ergebnisse zeigen eindeutig, dass eine barrierestärkende und entzündungswidrige Hautpflege auch in der Nacht unbedingt notwendig ist und den Alterungsprozess der Haut tatsächlich abbremsen kann. Eine allgemeine Unterteilung in Tages- und Nachtcremes ist allerdings nicht sinnvoll. Wichtig ist, dass die „passenden“ Cremes immer individuell auf den jeweiligen Hautzustand abgestimmt werden, die Auswahl kann dann je nach Bedarf bei der einen Person am Tag und bei der anderen bei Nacht zum Einsatz kommen. Vor allem sollten nachts W/O-Cremes mit zu hohem Fettgehalt vermieden werden, da diese durch den sogenannten Okklusiv-Effekt die Barriere noch weiter schwächen.

Verwenden Sie die Dermatolan-„24-Stundenpflege“ also auch getrost fĂĽr die Nacht oder nehmen Sie “eine Nummer stärker” am Abend: Also z.B. die HydroEssence am Tag und die No.2 abends (das ist nur ein Beispiel!). Bei Bedarf können Sie abends sogar Ihre gewohnte „Tagescreme“ durch zusätzliche Wirkstoffe verstärken, z.B. durch einen zusätzlichen kleinen Tropfen DetoxElixier, Additiv H oder PrimeAge, um die nächtliche Barriereschwäche zu kompensieren. Sie stärken die Hautbarriere, bewahren die Hautfeuchtigkeit und wirken der Hautalterung entgegen. Und wer spätabends noch ausgeht, sollte immer die gewohnte „Tages“pflege neu auftragen. So bleibt die Haut länger geschĂĽtzt und jung!

Macht Blaulicht alt?

Blaulichtschäden in der Haut – Macht Handylicht alt und faltig?

Spätestens nach der Sendung „Höhle der Löwen“ am 16.5.2022 treibt die Kosmetik-Marketingindustrie „eine neue Sau durchs Dorf“: Etliche Kosmetikhersteller werben mit (angeblichem) „Schutzfilter gegen Bluelight“, als wenn das nun der endgültige Durchbruch gegen Hautalterung darstelle.

Was ist dran? Lassen Sie uns unaufgeregt die tatsächlichen Fakten zusammentragen.

FĂĽr die Eiligen vorweg:

- Blaulicht kommt in starker Dosis im natürlichen Tageslicht und in weitaus geringerer Menge in künstlichen Lichtquellen (Bildschirm, Handy) vor. Wenn überhaupt macht also das Tageslicht „alt“ und nicht die Strahlung aus Bildschirmen.

- Blaulicht ist das energiereichste sichtbare Licht (allerdings viel energieärmer als UV-Licht).

- Blaulicht hat positive Wirkungen (entzĂĽndungshemmend, Vitamin-D-anregend, gegen MĂĽdigkeit und Depression) und negative Wirkungen (augenreizend, provoziert Bildung Freier Radikale in der Haut und somit frĂĽhzeitige Hautalterung).

- der Blaulichtanteil aus künstlichen Quellen kann durch Gerätefilter und durch Filtergläser reduziert werden (Letzteres hilft auch gegen Blaulicht aus Tageslicht).

- es gibt keine Lichtschutzmoleküle für kosmetische Produkte, die das Blaulicht wegfiltern (wie durch manche Werbung suggeriert wird). Wenn es sie gäbe, wäre ihre tägliche Verwendung ohnehin kritisch zu sehen.

- ABER: gegen die Folgeschäden des Blaulichtes (Bildung Freier Radikale und Hautalterung) wirken spezielle Antioxidantien (die auch gegen Folgeschäden der viel gefährlicheren UV-Strahlen wirken).

Und nun fĂĽr die Geduldigen einige Hintergrundinfos:

„Blaues Licht“ ist ein Bestandteil des natürlichen sichtbaren Lichtes und wird durch LED-Lichtquellen, Displays und Computerbildschirmen, aber auch durch therapeutische Tageslichtlampen ausgestrahlt. Die Blaulichtanteile im „natürlichen“ Tageslicht sind riesig höher als in den „technischen“ Lichtquellen. Im Spektrum des sichtbaren Lichtes bewegt sich das blaue Licht am energiereichen Rand (350-480 Nanometer Schwingung), kurz vor dem noch energiereicheren Ultraviolettlicht (UV 100-400 Nanometer Schwingung). Umso kürzer die Schwingung, also der Abstand zwischen den Wellentälern ist, desto energiereicher ist die Strahlung (der Abstand von Wellental zu Wellental wird in Nanometer „nm“ gemessen. 1 nm ist der einmilliardste Teil eines Meters. Ein Nanometer verhält sich zu einem Meter wie der Durchmesser einer Haselnuss zum Durchmesser der Erde).

Bekannt ist, dass eine sehr hohe Dosis des energiereichen Blaulichtes (besonders der blau-violette Anteil zwischen 450 und 480 nm) die Netzhaut der Augen schädigen kann und dass das blaue Licht die Produktion unseres Schlafhormons Melatonin hemmt und somit Schlafstörungen auslösen kann. Deshalb werden von Herstellerseite sehr häufig technische Blaulichtfilter in die Bildschirmgeräte eingebaut. Außerdem bieten Brillenhersteller entsprechend gefilterte Gläser an (diese schimmern etwas orangerot). Auch deshalb sollten Bildschirme nichts im Schlafzimmer zu suchen haben.

Schadet blaues Bildschirmlicht der Haut?

In der Publikumspresse wird oft verbreitet, dass die stundenlange Strahlung des Blaulichts von Laptop, Smartphone und Fernseher unsere Zellen schwäche, unsere Haut stresse und zu vorzeitiger Hautalterung führe. Diese These ist unter Wissenschaftlern allerdings umstritten. Zumal die „technische“ Blaulichtstrahlung wesentlich geringer als der natürliche Blaulichtanteil des Tageslichts ist. Zum Vergleich: Bei wolkenlosem Himmel bekommen wir etwa 2000mal so viel Blaulicht ab wie von einem ungefilterten Bildschirm. 1 Stunde unter freiem Himmel entsprechen also ca. 250 vollen Arbeitstagen am Computer. Unsere Haut altert also definitiv nicht durch Computer- oder Handystrahlung. Wenn schon, dann durch das Tageslicht. Wer in der Mittagspause draußen spazieren geht, bekommt umgerechnet innerhalb weniger Minuten viel mehr Blaulicht ab als bei monatelanger Bildschirmarbeit.

Ist es nun aber nötig, die Haut vor dem (blauen) Tageslicht zu schützen?

Wirksame Schutzfaktoren gegen die Auswirkungen des natürlichen Tageslichts sind unserer Ansicht sinnvoll. Denn die energiereichen Strahlen der Sonne lassen in den Hautschichten Freie Radikale entstehen, die sich nach und nach anhäufen und dann gravierende Zellschäden anrichten können. Doch welcher Schutz ist wissenschaftlich anzuraten und auch praxistauglich? Es gibt keinen speziellen „Lichtschutzfaktor“, der die Wellenlänge des blauen Lichtanteils (350-480nM) abfiltert. Die zugelassenen Lichtschutzmoleküle schützen vor UV-A und UV-B-Strahlen und das ist enorm wichtig, aber eben nicht vor Blaulicht. Generell bringt die tägliche Verwendung von chemischen Lichtschutzfiltern auch Nebenwirkungen mit sich, z.B. durch die Entstehung von unerwünschten Reaktionsprodukten mit UV-Licht und durch die Belastung der Haut mit Chemikalien. Physikalische Lichtschutzfaktoren sind ebenfalls nicht unumstritten, sie „weißeln“ oft, sind optisch also störend und außerdem aus Umweltgründen nicht empfehlenswert (Zinkoxid- und Titandioxid-Nanopartikel gehören nun mal nicht in die Umwelt).

Wir bevorzugen für den täglichen Gebrauch den indirekten Schutz, also Wirksubstanzen gegen die Folgen der energiereichen Strahlung, sei es die Bildung Freier Radikale durch UV- oder durch Blaulichtstrahlung. Derartige Wirkkomplexe gewinnen wir aus Tiefsee-Organismen und aus speziellen Pflanzenextrakten und setzen sie in unseren MissingLink- und marineau-Produkten ein. Insofern wäre die Werbeaussage „Schutz gegen HEV-Bluelight“ bei unseren Präparten tatsächlich gerechtfertigt („HEV-Bluelight“ bedeutet „High-Energy-Visible-Bluelight“, also „energiereiches Blaulicht“).

Für Ihre Kundenaufklärung wichtig:

Ehrlicherweise muss aber darauf hingewiesen werden, dass unsere Präparate eben nicht die Blaulichteinstrahlung und damit die Entstehung gefährlicher Freier Radikale in der Haut verhindern (was heute generell nicht möglich ist), sondern dass sie die Radikale selbst und ihre Auswirkungen bekämpfen.

Viele GrĂĽĂźe, bleiben Sie dran!

Ihre Antje & Michael Schmidt

Sind Soja-Proteine krebserregend?

Soja in der Ernährung

In einer amerikanischen Studie aus dem Jahr 2004 (Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, Dr. Moshe Shike, New York) wurden die positiven und die negativen Auswirkungen von Soja-Nahrungsergänzungsmittel bei Brustkrebspatientinnen untersucht. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass einige krebshemmende und einige krebsfördernde Erbanlagen durch den Verzehr von in diesem Fall täglich 26 Gramm reinem Sojaprotein aktiviert wurden. Das entspricht etwa dem Sojaproteingehalt von 250 GrammTofu.

Aus dieser älteren Studie wurde in der Publikumspresse die Meldung konstruiert, dass Soja mit seinen hormonähnlichen Isoflavonen generell Brustkrebs erzeugen könne. Das stimmt so nicht. Nach derzeitigem Wissen überwiegt der Anteil an aktivierten krebsverdächtigen Genen nur bei Brustkrebspatientinnen vor der Menopause, bei Brustkrebspatientinnen nach der Menopause überwiegt dagegen der krebsbekämpfende Genanteil. Die Aktivierung dieser positiven und negativen Genabschnitte sagt aber noch nichts über die tatsächliche Krebsgefahr bei Brustkrebspatientinnen aus. Das Krebsgeschehen ist immer ein ganzheitlicher Prozess, der so kompliziert und von so vielen Faktoren abhängt, dass man unmöglich einen einzelnen Faktor als „krebsfördernd“ bezeichnen kann. In asiatischen Ländern mit hohem Sojaanteil in der Nahrung leiden viel weniger Menschen an hormonabhängigen Karzinomen als im sojaärmeren Rest der Welt.

Beim Sojaverzehr kommt es wie immer auf die Menge an. Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) empfiehlt aufgrund einer Auswertung von mehr als 50 unabhängigen Studien 25 g Sojaprotein pro Tag als Bestandteil einer herzgesunden Diät. Das entspricht ungefähr 800 ml Sojamilch oder 300 g Tofu. Dieser Einschätzung schließt sich auch das Deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung an. Soweit zu Soja in der Ernährung.

Nun zu Sojaprodukten in der Kosmetik:

Die genannte Untersuchung und alle anderen Studien zu dem Thema beziehen sich ausdrücklich auf Nahrungsergänzung und auf sehr große Verzehrmengen an natürlichem Soja. Wir gewinnen wertvolle Linolensäure aus nativem Sojaöl in kleinsten Mengen (weniger als 0,1%) in insgesamt drei Produkten ein (in der marineau-Creme 2, der MissingLink-Creme 2 und in der MissingLink-AugenlidCreme). Das ist nicht nur völlig unproblematisch selbst bei Brustkrebspatientinnen, sondern besonders wertvoll bei der Regeneration der geschädigten Hautbarriere!

Irritationen im Mund/Kinnbereich – “Maskendermatitis”

Mehrere Fragen haben mich zu erhöhten Irritationen im Mund-Kinnbereich erreicht. Wir haben in Göttingen dazu eine kleine Studie durchgeführt:

- 30 Studentinnen und Studenten mit Hautirritationen im FFP2-Maskenbereich wurden unterschiedlich behandelt.

– eine Gruppe verwendete Additiv C und Alphacreme morgens und abends.

– eine zweite Gruppe wurde mit Detoxpräparaten (SkinfloatingGaze und DetoxElixier) behandelt.

– eine dritte Gruppe blieb als Kontrollgruppe unbehandelt.

Ergebnis:

- durch Additiv C und Alphacreme reduzierten sich die Irritationen sehr deutlich nach 4 Wochen

- nach Detoxbehandlung verschlechterten sich die Irritationen, reduzierten sich dann innerhalb von einigen Tagen auf das Ursprungsniveau

– in der unbehandelten Kontrollgruppe nahmen die Irritationen innerhalb von 4 Wochen zu, es entwickelten sich bei zwei Studenten Zusatzinfektionen durch Bakterien und Pilze

Fazit:

- Unter der FFP2-Maske kommt es zu einer Ansammlung von Wasserdampf, dadurch wird die Hautbarriere geöffnet (wie nach einem längeren Wannenbad), die Haut verliert von unten her zu viel Feuchtigkeit, Keime dringen in die Haut ein, die Haut wird zunehmend irritiert (vergleichbar mit einer Windeldermatitis bei Babys).

- Additiv C wirkt eindeutig entzündungshemmend (durch die natürliche Glycyrrhetinsäure), Alphacreme beruhigt und pflegt die trockene irritierte Haut.

- diese positive Wirkung lieĂź sich in einem Zusatzversuch steigern, indem ĂĽber die Alphacreme die hautzustandsentsprechende Dermatolan-Creme aufgetragen wurde (im Durchschnitt mit der besten Wirkung war die HydroEssence).

- eine Detoxbehandlung löst festsitzende „Schlacken“, es kommt zu einer vorübergehenden „Erstverschlechterung“. Nach Ausleitung der „Schlacken“ bleibt die Haut in etwa auf der ursprünglichen Irritationsstufe. Das bedeutet, dass in vielen Häuten zwar „Schlacken“ vorhanden sind, sie aber keinen erheblichen Einfluss auf die „Maskendermatitis“ haben. Deshalb würde ich in diesen Fällen darauf verzichten.

Dr. Michael Schmidt